Belgiens Regierung stimmt Tarifabkommen zu

Die belgische Bundesregierung hat dem interprofessionellen Tarifabkommen (IPA) für die kommenden beiden Jahre zugestimmt. Dieses Abkommen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern sieht u.a. eine Verlängerung der bisherigen Regelungen bezüglich der Vorruhestands- und Frührentenregelungen vor. Dies behagt zwar nicht allen Mehrheitsparteien, doch die Regierung gab am Donnerstag grünes Licht.

Nach der formalen Unterzeichnung des Rahmentarifvertrages durch die Sozialpartner sorgte die Bundesregierung nicht mehr für Probleme und stimmte dem Papier zu. Das Abkommen sieht u.a. Lohn- und Gehaltserhöhungen um 1,1 % über dem automatischen Index vor und zwar jeweils für 2017 und 2018 (siehe nebenstehenden Beitrag).

Bundesarbeitsminister Kris Peeters von den flämischen Christdemokraten CD&V nannte dieses Abkommen wichtig und historisch: „Dieses Abkommen bietet die Gelegenheit, jetzt auch auf Ebene der Sektoren zu verhandeln und es sorgt für Ruhe und für sozialen Frieden. Der Inhalt des Abkommens ist meines Erachtens zu vertreten.“ Auch bei den flämischen Liberalen Open VLD war die Rede von einem ausgeglichenen Tarifabkommen.

Damit hat die sogenanntre 10er-Gruppe (Foto oben) ihre Verhandlungen abschließen können. In der 10er-Gruppe sind die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerverbände ebenso vertreten, wie eine Abordnung der belgischen Bundesregering.