Anleger stürzen sich auf Aktienhandel

Im vergangenen Januar stieg die Zahl der gekauften und verkauften Aktien spektakulär an in Belgien. Das geht aus einer Umfrage der VRT bei verschiedenen Börsenmaklern hervor. Der Grund: Die Abschaffung der Spekulationssteuer.

Die Spekulationssteuer, die erst 2015 eingeführt worden war, war eine Steuer von 33 Prozent auf Gewinne von börsennotierten Anteilen, wenn diese innerhalb eines halben Jahres wieder verkauft wurden.

Diese Steuer endete jedoch in einem Fiasko, weil kleine Anleger dadurch mit viel weniger Anteilen gehandelt haben. Dies führte wiederum dazu, dass die Steuer dem Staat weniger Geld eingebracht hat als angenommen. Die Spekulationssteuer wurde deshalb wieder abgeschafft, und die Anleger kommen zurück.

So ist bei Bolero der Anteil der Transaktionen gegenüber Dezember letzten Jahres um die Hälfte gestiegen, bei Keytrade um mehr als die Hälfte und bei MeDirect wurde gar eine Zunahme um 70 Prozent verzeichnet.

Nach Auffassung von Bart Vanhaeren von Bolero sollte das der Regierung eine Lehre sein.

"Der kleine Anleger wird stets mit sich selber ausmachen, was er für gerecht hält und was nicht. In diesem Fall war das aus Sicht des kleinen Anlegers nicht gerechtfertigt, weil dieser bereits eine Börsensteuer bezahlen muss. Das sollte die Regierung bedenken", so Vanhaeren gegenüber der VRT.

Das könnte eine Botschaft an die Regierung sein, die daran denkt, eine neue Steuer auf Börsenmehrwerte bzw. Aktiengewinne einzuführen. Die neue Steuer soll bei der Haushaltskontrolle im März erneut auf den Verhandlungstisch kommen.