Djellza darf bleiben

Die aus dem Kosovo stammende junge Frau Djellza, die Belgien hätte verlassen müssen, jedoch vorübergehend untertauchte, darf nun doch bleiben. Sie hat eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Jahr erhalten.

Die 16-jährige Djellza war als Baby nach Belgien gekommen, das heißt sie wohnt schon fast ihr ganzes Leben in Belgien und ist sehr gut integriert. Letzten Sommer wurde sie in Mechelen zusammen mit ihrem Vater festgenommen und in einer Abschiebeeinrichtung untergebracht. Die Eltern hatten zuvor verschiedene Aufforderungen, das Land zu verlassen, negiert. Djellzas Brüder hatten mehrere kriminelle Taten begangen. Der Fall hatte in Belgien für viel Aufsehen gesorgt.

Ihr Anwalt ging in Berufung und reichte einen Regluarisierungsantrag für eine unbegleitete Minderjährige ein, denn die Eltern der jungen Frau wohnen inzwischen wieder im Kosovo.

Der Anwalt der Frau, Brecht De Schutter, betonte: "Sie bekommt nun eine Aufenthaltsgenehmigung für ein Jahr. Die Genehmigung kann verlängert werden unter der Bedingung, dass Djellza ihren normalen Schulweg weiter fortsetzt und dass sie dem belgischen Staat finanziell nicht auf der Tasche liegt. Wenn sie diese Voraussetzungen  im nächsten Jahr erfüllt, wird ihr Aufenthalt verlängert."

Weiter sagte der Anwalt: "Auch in Zukunft wird es wahrscheinlich so sein, dass man die Genehmigung jedes Jahr verlängert und inrgendwann könnte daraus etwas Definitives werden. Doch das ist zur Zeit noch schwer, einzuschätzen."

Djellza wohnt seit September in einer Pflegefamilie. Sie ist sehr dankbar, dass sie in Belgien bleiben darf und will nun erst einmal wieder zur Ruhe kommen.