ArcelorMittal bekennt sich zum Standort Lüttich

Der internationale Stahlkonzern ArcelorMittal wartet mit einem strategischen Plan auf, der die noch in Lüttich bestehenden Werke auf Dauer absichern soll. Dieser Zukunftsplan soll ab 2019 greifen, wenn das mit der Wallonischen Region, der Lütticher AM-Direktion und den Gewerkschaften vereinbarte aktuelle Abkommen aus dem Jahr 2014 ausläuft. Der Plan sieht sogar neue Investitionen vor.

Die belgische Nachrichtenagentur Belga will aus sicherer Quelle erfahren haben, dass der strategische Zukunftsplan für ArcelorMittal in Lüttich sogar Investitionen vorsieht und zwar sowohl in neue Produktionslinien, als auch in die Produktion von deutlich erhöhten Stahlmengen.

Zwischen 2020 und 2025 sollen an den AM-Standorten Lüttich und Gent rund 300 Mio. € in den Unterhalt der Anlagen fließen. Rund 130 Mio. € sollen alleine im Lütticher Raum investiert werden. Die fünf dort noch bestehenden Produktionslinien in Marchin, Ramet, Kessales und Tilleur bleiben erhalten und in Flémalle soll eine sechste Linie für kaltgewalzten Stahl entstehen.

Eine Rückkehr der Warmstahl-Produktion bleibt für das Lütticher Becken allerdings ausgeschlossen. Die Region wird nach den vorliegenden Plänen mit im flämischen Gent und im nordfranzösischen Dünkirchen hergestelltem Stahl versorgt. Einem Dokument der ArcelorMittal-Direktion ist überdies zu entnehmen, dass in Lüttich in Zukunft mehr als die im 2014er Abkommen vorgesehenen 1,65 Mio. Tonnen Stahl verarbeitet werden sollen.