EU-Kommission empfiehlt Belgien "weniger Autos"

In einem neuen Bericht zur Luftqualität in Europa der EU-Kommission wird Belgien empfohlen, die Nutzung des Autos zu entmutigen. Belgien gehört zu den EU-Mitgliedsländern, in denen das Zurückdrängen von Schadstoffen aus der Luft zu den wichtigsten Herausforderungen gehört.

Zwar entspricht der aktuelle Schadstoffausstoß in die Umluft in Belgien den europaweit geltenden Normen (PM10), doch nach einer Analyse der EU-Kommission der Anstrengungen, die die Mitgliedsländer in dieser Sache leisten, könnte in unserem Land mehr getan werden. Zudem liegt der Stickstoff-Ausstoß (NOx) in Belgien individuell über der zugelassenen Norm.

Die EU-Kommission empfiehlt Belgien denn auch, von der Nutzung des Autos abzuraten und drastischer gegen die Staus vorzugehen. Die EU-Analyse stellt fest, dass in Belgien, in erster Linie in Brüssel und Antwerpen, die meisten Arbeitsstunden durch Staus verloren gehen und dass hier die längsten Verzögerungen und Verspätungen entstehen.

Die bisher in dieser Richtung auf regionaler und auf föderaler Ebene getroffenen Maßnahmen seien gut aber nicht ausreichend, so die Kommission. Der Rapport konstatiert, dass die Einnahmen aus Umweltsteuern in Belgien nicht ausreichend ausgereizt würden. Hier liegt unser Land vor Frankreich auf dem vorletzten Platz in der gesamten Europäischen Union.