Belgiens Regierung weist Assad-Äußerungen zurück

Belgiens Premierminister Charles Michel und Bundesaußenminister Didier Reynders (beide MR - Archivfoto) weisen die Äußerungen des syrischen Präsidenten Assad zur Teilnahme unseres Landes an der internationalen IS-Koalition in Syrien zurück. Assad hatte in einem TV-Interview mit der VRT gesagt, dass der Einsatz Belgiens die Ermordung von syrischen Zivilisten nicht verhindert hätte.

Premierminister Michel (MR) sagte am Dienstag am Rande seiner Nahost-Reise nach den Aussagen Assads über den Einsatz des belgischen F-16-Kampfbomber innerhalb der internationalen Koalition gegen den IS: „Assad hat uns keine Lektion in Sachen Menschenrechte zu erteilen“.

In seinem Interview mit belgischen Medien, darunter unser Haus, die VRT und das flämische Nachrichtenmagazin Knack, hatte Assad die Rechtmäßigkeit der internationalen Militäreinsätze in Frage gestellt. Sie seien ohne die Zustimmung der syrischen Regierung zustande gekommen und würden damit die Souveränität seines Landes untergraben.

Auch Außenminister Reynders (MR) wies Assads Kritik zurück und erklärte, dieser habe weder Respekt für die Vereinten Nationen, noch für geltendes internationales oder humanitäres Recht. Dabei verwies Reynders auch auf den jüngsten Bericht von Amnesty International, nach dem Syrien tausende vermeintliche Oppositionelle ohne Prozess zum Tode durch den Strang verurteile.