Flandern pumpt 2,7 Mia. € in den Straßenbau

Bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode macht die flämische Landesregierung in ihrem Haushalt noch 2,7 Mia. € für Arbeiten an der Straßeninfrastruktur frei. Daneben fließen aber auch noch Gelder in den Ausbau der Wasserwege, in den öffentlichen Nahverkehr und in das Radwegenetz.

Flanderns Landesminister für Verkehr und öffentliche Arbeiten, Ben Weyts (N-VA), gab dazu an, dass der Investitionshaushalt für alle Formen von Verkehr und Mobilität in seinem Bundesland eine, historischen Höchststand erreicht habe. Die Landespolitik folgt damit den immer schneller werdenden Entwicklungen im Verkehrsbereich.

Alleine im belgischen Bundesland Flandern verdoppelte sich die Staugefahr seit 2011 und seit diesem Jahr stieg auch der Absatz an Neuwagen um 7,7 %. „Es fahren immer mehr Autos auf immer kleiner werdendem Raum“, so Weyts dazu.

Und die Vorzeichen schon für die nähere Zukunft sind nicht rosig. Das Planungsbüro der belgischen Bundesregierung, dass sich mit den Voraussichten in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Finanzen beschäftigt, geht davon aus, dass der Güterverkehr auf der Straße bis 2030 um 44 % zunehmen wird und dass der Individualverkehr um 11 % ansteigen soll. Ein entsprechender Arbeitsplan soll hier Licht ins Dunkle bringen, so der flämische Verkehrsminister.

Neben den Investitionen in den Straßenbau fließen aber auch noch Gelder in den Ausbau der Wasserwege (2,25 Mia. €), in den öffentlichen Nahverkehr (816 Mio. €) und in das Radwegenetz (300 Mio. €).