LimbU: Virtuelles Geld für die Limburger

Die Einwohner der flämischen Provinz Limburg können bald an bestimmten Orten und zu gegebenen Anlässen mit einer eigenen Währung bezahlen. Der LimbU ist eine Art digitale Gemeinschaftswährung, die zum Beispiel in lokalen Einrichtungen gültig sein wird. Die Städte und Gemeinden in der Provinz werden dazu sogar Bankkarten einführen (Foto: Provinzhauptstadt Hasselt).

Die Kommunen in der flämischen Provinz Limburg wollen die digitale Gemeinschaftswährung LimbU noch vor dem kommenden Sommer einführen. Gültig wird diese alternative Währung zunächst in lokalen Läden oder kommunalen Schwimmbädern, Bibliotheken und Kulturzentren. Der Wechselkurs ist einfach: 1 LimbU entspricht 1 Eurocent. Für die Verbreitung des LimbU sind sowohl die Städte und Gemeinden, als auch die Interkommunalen genannten Kommunalverbände.

Doch die Provinz Limburg denkt weiter. So ist geplant, dass neben lokalen Einzelhandelsgeschäften, wie kleine Läden, in denen lokale oder regionale Produkte angeboten werden, auch privat geführte Geschäfte hinzukommen, z.B. Bäcker oder ein Käseladen mit regionalem Angebot.

Die Initiative denkt aber auch an den LimbU als Mittel zur Vergütung. Damit könnte zum Beispiel ehrenamtliche Vereinsarbeit vergütet werden oder auch Blutspenden und die Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen sowie die freiwillige Teilnahme an lokalen Initiativen, wie vielleicht Müllsammelaktionen.

Mit dem LimbU will die Provinz dem ohnehin schon stark ausgeprägten Gemeinschaftsgefühl der Limburger einen weiteren Schub geben. Jedem, der sich für die Aktion anmeldet, wird eine bestimmte Summe LimbU auf eine spezielle Bankkarte überwiesen, die dann an oder in den oben erwähnten Einrichtungen als Zahlungsmittel eingesetzt werden kann.

Ermutigung zum Mitmachen

Die Vereinigung ohne Erwerbszweck „Uitmuntend Limburg“ will die Bürger der Provinz dazu ermutigen, sich auf lokaler bzw. kommunaler Ebene einzusetzen und mit einzubringen. Wim Van de Putte, der Koordinator der LimbU-Initiative, sagte gegenüber der regionalen Tageszeitung ‚Het Belang Van Limburg‘, dass diese digitale Währung als Stimulanz gedacht ist: „Leute, die mit LimbU zahlen, werden als Bürger anerkannt, die etwas Positives für die Gemeinschaft leisten.“ Van de Putte erinnert aber daran, dass der LimbU keine Ersatzwährung für den Euro ist, sondern eine Ergänzung.