Private Sicherheitsfirma bewacht Kaserne

Die Kaserne "Ctd De Hemptinne" in Heverlee (Foto) in der Provinz Flämisch-Brabant wird in Zukunft von einer privaten Sicherheitsfirma bewacht. Dieser Vorgang gehört zu den Planungen von Bundesverteidigungsminister Steven Vandeput (N-VA), innerhalb der kleinen belgischen Armee dafür zu sorgen, dass sich die Soldaten auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können.

Der Verteidigungsminister ist hier deutlich in seiner Ausführung: "Wachaufgaben von einem Partner aus der Privatwirtschaft übernehmen zu lassen bedeutet, dass mehr Soldaten für Operationen zur Verfügung stehen, während die Kosten für die Wache sinken.“

Die Kaserne “Ctd De Hemptinne” in Heverlee bei Löwen ist der Standort der Special Forces der belgischen Armee und einer Einheit, die mit rund 675 Mann Kampftruppen mit entsprechender Information zu versorgen.

Verteidigungsminister Vandeput (kl. Foto) erhielt grünes Licht vom Ministerrat der belgischen Bundesregierung für dieses Projekt. Der Vertrag zwischen dem Verteidigungsministerium und der Security-Firma läuft vier Jahre lang und kann um ein weiteres Jahr verlängert werden. Danach wird das Projekt analysiert und bei einem positiven Gutachten werden private Wachaufgaben auch auf andere Kasernen ausgeweitet.

Die belgische Armee entwickelt sich in letzter Zeit zu einer kleineren aber besser ausgerüsteten Truppe, die mehr Missionen im Ausland übernehmen kann. Um die sinkenden Personalzahlen auffangen zu können, muss sich diese Armee auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, so das Argument für die Ausschreibung von Aufgaben an die Privatwirtschaft. Nächster Punkt könnte die Übergabe des Catering- und Gastronomie-Bereichs an der Königlichen Militärschule in Brüssel an eine private Firma sein.

Schon jetzt gibt die Armee Aufträge an privatwirtschaftliche Unternehmen ab. Das betrifft zum einen den Unterhalt von Immobilien der Verteidigung und zum Anderen umfassende Transportaufgaben.