Unfallzug geborgen - Die Ermittlungen laufen

Im Laufe des Montags wurden die Trümmer des Unfallzuges von Löwen geborgen und der Infrastruktur-Dienstleister der belgischen Bahn, Infrabel, kann mit der Reparatur der schwer in Mitleidenschaft gezogenen Weichen und Gleise beginnen. Inzwischen normalisiert sich der Bahnverkehr auf den von dem Unfall betroffenen Linien wieder, doch einige Zugverbindungen bleiben bis auf weiteres gestrichen.

In der Nacht zum Montag wurde der Teil des entgleisten Triebwagens geborgen, der bei dem Unfall auf die Seite geschlagen war. Der Waggon wurde per LKW nach Muizen bei Mechelen (Prov. Antwerpen) gebracht, wo Infrabel über eine Werkstatt verfügt. Hier wird untersucht, ob der Unfall, bei dem am Samstagmittag eine Person ums Leben kam und 27 weitere Fahrgäste verletzt wurden, auf ein Problem am Zug zurückzuführen ist.

Inzwischen machten sich Dutzende Mitarbeiter von Infrabel daran, die Gleisinfrastruktur am Unfallort zu reparieren. Der Schaden ist enorm: Überall verbogene Schienen und Weichen, geborstene Schwellen, Glasbruch von den Fensterscheiben des Zugs und gerissene und gebrochene Kabel. Die Oberleitung wurde bereits am Sonntag wieder repariert.

Indessen laufen die Ermittlungen von Bahn, Infrabel und Staatsanwaltschaft zur Unfallursache auf Hochtouren. Spekulationen über eine Schaltung einer Weiche, während der Zug gerade darüber hinwegfuhr, wurden bisher weder bestätigt, noch zurückgewiesen.

Sicher ist hingegen, dass sich der ums Leben gekommene junge Mann nicht, wie ursprünglich gemeldet, bei dem Unfall neben den Gleisen befand. Zeugenaussagen zufolge wollte der Reisende gerade von einem Waggon zum anderen wechseln und befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Übergang zwischen den Fahrzeugen. Dabei wurde er hinausgeschleudert und geriet so unter den umgestürzten Zugteil.

Fahrplan erholt sich wieder

Nach und nach normalisiert sich der Zugverkehr entlang der Unfallstelle aber wieder. Doch mit Verspätungen ist auch noch am Dienstag zu rechnen. Zudem gibt die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB an, dass weiterhin einige nur zu den Stoßzeiten verkehrende Pendlerzüge vorläufig gestrichen bleiben. Allerdings fahren seit Montagnachmittag wieder Züge auf den bisher gesperrten Bahnstrecken zwischen Löwen und Mechelen, bzw. zwischen Löwen und Aarschot.