Ein ländlicher Weg stoppt Stadion von Brüssel

Auf dem Stadtbeirat von Grimbergen wurde am gestrigen Montagabend entschieden, dem Projekt zum Bau eines neuen Stadions auf dem Brüsseler Heyzelgelände die rote Karte zu zeigen. Damit steht das geplante neue Nationalstadion vor dem Aus. Zuvor hatte bereits der RSC Anderlecht angekündigt, dass er nicht in dem Stadion spielen wolle.

Der Ort Grimbergen verweist auf einen kleinen Weg, der über den Parking C verläuft, auf dem das Stadion gebaut werden soll. Der Parkplatz gehört zwar der Stadt Brüssel, aber der ländliche Weg gehört Grimbergen. Und mit diesem Weg wir jedes Bauprojekt unmöglich gemacht.

Die Grimberger Stadtbeiräte halten die vorhandenden Parkmöglichkeiten für unzureichend. Es könnte deshalb zu Verkehrsproblemen und negativen Auswirkungen für die Anwohner kommen. Ferner seien in dem Entwurf zu große Flächen für Freizeitanlagen und Büros ausgewiesen. Das verstieße gegen geltendes Recht, so die Bürgermeisterin von Grimbergen, Marleen Mertens in der VRT.

Grimbergen sei zwar immer noch bereit, sich mit dem Baupromotor Ghelamco an einen Tisch zu setzen, aber Ghelamco müsse sich an die Regeln halten, so die Bürgermeisterin noch. Ghelamco kann nun ein neues Dossier einreichen, aber das muss geprüft werden und würde mindestens 105 Tage benötigen.

Ghelamco droht inzwischen mit Schadensersatzansprüchen.

Kein Stadion, keine EM 2020 in Brüssel

Zuvor hatte sich bereits der Fußballverein RSC Anderlecht entschieden, seine Heimspiele künftig nicht in dem geplanten Stadion auszutragen. Die neue Arena ist aber Voraussetzung dafür, dass Brüssel 2020 einer der Austragungsorte der Fußball-EM werden kann.