Gewinne bei Belfius und Dexia gut für den Haushalt

Die sich seit der Bankenkrise 2008 in staatlicher Hand befindliche Bank Belfius hat im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 535 Mio. € verbuchen können. Und auch die Restbank Dexia konnte 2016 Gewinne verbuchen. Beide Resultate kommen dem belgischen Staatshaushalt zugute. Belfius und Dexia entstanden aus der ruinösen Dexia Holding, die an der Banken- und Finanzkrise vor fast 10 Jahren zerbrach.

Belfius

Die Bank Belfius konnte ihren Nettogewinn von 2015 im vergangenen Jahr noch um 6 % steigern und generierte 535 Mio. €. Dieses Resultat sorgt für eine schöne Dividende und damit für eine Zusatzeinnahme für den belgischen Staatshaushalt. 215 Mio. € werden als Dividende ausgeschüttet und der einzige Empfänger ist der belgische Staat, dem die Bank Belfius seit nunmehr 5 Jahren gehört. Nach der Dexia-Pleite brauchte die Bank einige Jahre, um sich wieder aufzustellen.

Jetzt aber ist Bundesfinanzminister Johan Van Overtveldt (N-VA - Foto oben) der Ansicht, dass Belfius wieder auf eigenen Beinen stehen sollte. Vorsichtig deutete er an, dass die Bank Stück für Stück wieder privatisiert werden soll und zwar in Form eines Börsengangs. Dieser könnte im Sommer 2018 vonstattengehen, so der Minister. Doch ein Börsengang brauche seine Vorbereitung.

Dexia

Auch die Dexia-Restbank konnte im vergangenen Jahr einen Gewinn einfahren. Dexia verbuchte 2016 einen Nettogewinn von 353 Mio. €, der sich aus verschiedensten Elementen zusammenstellt. Vorläufig zeigt sich Bundesfinanzminister Van Overtveldt beruhigt, doch er warnt vor allzu großer Euphorie, denn die erzielten Gewinne stammen aus einmaligen Vorgängen. Und doch ist die Solvenz von Dexia nach Ansicht von Fachleuten für 2017 eine gute Sache.

Aber, daraus sollten noch keine Schlüsse für die Zukunft gezogen werden. Die Lage an den Finanzmärkten sei weiter turbulent, so der Minister. Jetzt müssen Liquidität und Solvenz bei Dexia gesichert werden, doch „es ist äußerste Wachsamkeit geboten, damit dieses historisch bleischwere Dossier weiter in gute Bahnen geleitet werden kann.“