Brüssel könnte Trumpflugzeug 10.000 Euro Strafe auferlegen

Sollte der amerikanische Präsident mit seinem Flugzeug auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem landen, wird die Brüsseler Region eine Strafe von vielleicht 10.000 Euro gegen ihn verhängen müssen. Das hat Marc Descheemaecker, der Vorsitzende des Verwaltungsrates des Brüsseler Flughafens in der VRT-Sendung "De vrije markt" (dt.: "Der freie Markt") gesagt.
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Um zu einer Einigung über die Lärmschutznormen zwischen Flandern und Brüssel zu kommen, bedarf es laut dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Erstellung eines Zeitplanes.

Descheemaecker ist der Auffassung, dass der Konflikt bei den strengen Lärmschutzvorschriften auf dem Flughafen von Zaventem zu absurden Situationen führen könnte. 

Als Beispiel nannte er in der Sendung "De vrije markt", die Landung eines US-Präsidenten in Zaventem. Wir seien doch sehr froh, wenn ein US-Präsident wie Obama, oder vielleicht schon bald Trump, bei seiner Europareise Brüssel, die Hauptstadt Europas, anfliege.

Was passiere denn konkret, falls Trump kommt?, so Descheemaecker. "Wir werden das gesamte Land mobilisieren, um die Sicherheit des amerikanischen Präsidenten zu gewährleisten. Gleichzeitig wird die Brüsseler Region dem Flugzeug, mit dem er in der Hauptstadt landet, eine Strafe von vielleicht 10.000 Euro auferlegen. Damit machen wir uns dann unglaublich lächerlich."

"Die amerikanischen Touristen kommen nicht nach Brüssel und wir, das heißt der Tourismussektor beklagt sich darüber. Doch wir verhängen gegen ihren Präsidenten, der als mächtigster Mann der Welt gilt, ein Bußgeld."

"Wie lächerlich wird das denn", so Descheemaecker noch.