Rassismus gegen Mecheler Kommissarin kam aus eigenen Reihen

Der Mann, der ein Foto einer Mecheler Polizeikommissarin mit rassistischen Beschimpfungen darauf verbreitete, ist aller Wahrscheinlichkeit nach indentifiziert worden. Es handelt sich um einen Polizei-Inspektor innerhalb des eigenen Korps der Polizeizone Mechelen-Willebroek. Am gestrigen Freitag hatte sich herausgestellt, dass das Foto über eine Whatsapp-Gruppe in der Polizeizone verbreitet wurde. Die Staatsanwaltschaft wurde mit dem Fall betraut und leitete direkt Ermittlungen ein.

"Und warum sollte ich Dir die Hand geben müssen? Ich mag Deine Farbe nicht", hieß es in einer Fotomontage, deren Untertitel auch noch Rechtschreibfehler enthielten. In diesem Fall wird gegen eine 39-jährige Kommissarin mit indischen Wurzeln der Polizeizone Mechelen-Willebroek gehetzt. Die Frau ist vor Kurzem als Beauftragte für Diversität eingestellt worden.

Es sieht danach aus, als habe einer ihrer Kollegen die häßliche Fotomontage verbreitet. Lieselotte Claessens von der Staatsanwaltschaft Mechelen bestätigte in der VRT: "Ich kann ihnen versichern, dass es sich um einen Korps-Mitarbeiter der Polizei handelt und dass wir noch auf das Ergebnis warten müssen."

"Der Verdächtige hat eine Straftat begangen. Die Tat wird als Anstiftung zu Diskriminierung und Rassismus eingestuft. Dafür gibt es eine Strafe von einem Jahr Gefängnis."

Sowohl der Bürgermeister als auch die Kollegen der Kommissarin sind entrüstet. Bürgermeister Bart Somers sagte in der VRT: "Das ist eine Schande. Es ist die vulgärste Form von Rassismus und absolut inakzeptabel. Diejenigen, die so etwas machen, sollten nicht bei der Polizei arbeiten und schon gar nicht bei der Polizei von Mechelen-Willebroek."

Die Kollegen bei der Polizei seien darüber sehr empört, hieß es noch. Er beschmutze damit die Uniform eines jeden Polizisten. Diese kritisieren sein Verhalten aufs Schärfste.

Die Sozialinspektion untersuchte zuvor bereits eine Klage wegen Rassismus innerhalb des besagten Korps. Die Polizeizone wurde jedoch freigesprochen. Der Anwalt des Verdächtigen betont noch, dass die Suspendierung des Polizei-Inspektors nicht automatisch hieße, dass der Mann auch tatsächlich schuldig sei.