Investoren aus China suchen belgische Clubs

Nach verschiedenen Meldungen von flämischen Tageszeitungen sind in letzter Zeit einige Vereine aus der ersten belgischen Fußball-Liga von chinesischen Investoren mit dem Ziel einer Übernahme angesprochen worden. Zuletzt wurde der Zweitliga-Verein OHL Löwen von einem chinesischen Geschäftsmann übernommen. Die meisten Clubs weisen die Angebote aber zurück.

Laut Het Laatste Nieuws wurden dem Besitzer des Erstligaclubs Sporting Lokeren, Roger Lambrecht, zuletzt von chinesischen Interessenten 12 bis 15 Mio. € angeboten, um den Verein zu übernehmen. Lambrecht (kl. Foto) lehnte ab.

Unter 20 Mio. € sei nichts drin, so der 85 Jahre alte millionenschwere Reifenhersteller (Lambrecht Nummer 1, Q Team, Speedy) und er wolle Sicherheiten darüber, dass die lokale Verankerung seines Clubs gewährleistet bleibt. Lambrecht gab an, er sei von insgesamt sechs verschiedenen angesprochen worden, doch zu einem definitiven Abschluss sei es im Entferntesten nicht gekommen.

Inzwischen wurde bekannt, dass acht der insgesamt 16 belgischen Erstligisten Übernahmeangebote von Seiten chinesischer Interessenten und Investoren erhalten haben, darunter namentlich bekannt STVV Sint-Truiden, Westerlo und Excel Moeskroen.

Offenbar suchen chinesische Investoren auch aktiv nach Kooperationen mit belgischen Vereinen und bieten eine Unterstützung der Jugendarbeit und Sponsoring an. China will innerhalb der kommenden 20 Jahre fußballerisch mit der Weltspitze mithalten können.

In der vergangenen Transferperiode während der Winterpause kauften Clubs aus China internationale Spieler und Trainer im Wert von rund 388 Mio. €. Die Erfolge der belgischen Nationalmannschaft, die Roten Teufel, haben China wohl neugierig auf unser Land gemacht.

AS Monaco übernimmt CS Brügge

Der französische Ligue 1-Club AS Monaco übernimmt 60 % der Anteile am notleidenden belgischen Verein Cercle Brügge aus der 1B-Liga. Dafür legen die Monegassen 4,5 Mio. € auf den Tisch. Einige der bisherigen Vorstands- und Verwaltungsratsmitglieder von Cercle behalten einen Sitz in der neuen Struktur, um „die Eigenheit des Clubs zu gewährleisten“. Darunter ist auch mit Sicherheit Cerlce-Vorsitzender Frans Schotte.

Damit überträgt Cercle Brügge das Sagen über den Traditionsverein an einen externen Investor, ist aber seine finanziellen Sorgen erstmal los. AS Monaco und CS Brügge arbeiten bereits seit Längere eng zusammen. Der Link zwischen beiden Clubs ist Filips Dhondt, ex-Spieler bei Cercle und heute Direktor bei Monaco. Cercle hat in dieser Saison vier Spieler von Monaco in seinen Reihen.