Mehr Flexibilität für Saisonarbeiter möglich

Nach Ansicht von Belgiens Staatssekretär für den Kampf gegen Betrug, Philippe De Backer (Open VLD), sollen Saisonarbeiteraus dem Ausland in unserem Land in Zukunft in den Bereichen Landwirtschaft und Gartenbau deutlich mehr arbeiten können, als bisher. Damit reagiert der Staatssekretär auf Forderungen dieser Sektoren, denn in der Hochsaison ist der Bedarf an Saisonarbeitern zeitweise sehr hoch.

Nach derzeitiger Gesetzeslage in Belgien dürfen Saisonarbeiter aus dem Ausland an 30 Tagen pro Jahr in der Landwirtschaft arbeiten und an 65 Tagen im Gartenbau. Doch dies ist zu wenig, so die Unternehmer aus diesem Bereich. Vor allem Obstbauern brauchen in der Hoch- und Erntesaison mehr Saisonarbeiter, die auch länger arbeiten dürfen.

Staatssekretär De Backer hat das Problem offenbar erkannt und will auf die Forderungen der betroffenen Sektoren eingehen: „Dies sind Sektoren, die sehr viel Flexibilität brauchen, um zum Beispiel Spitzenzeiten während der Obsternte auffangen zu können. (…) Das ist echt notwendig, denn die Tage sind schnell aufgebraucht, auch wenn hier sehr viele ausländische Arbeitskräfte eingesetzt werden.“

De Backer will das System der Saisonarbeit jetzt einfacher gestalten und versuchen, Saisonarbeit sowohl im der Landwirtschaft, als auch im Gartenbau in Belgien für die jeweiligen Arbeitskräfte an 100 Tagen pro Jahr möglich zu machen: „Damit kann alles korrekter verlaufen und Betrug und Schwarzarbeit vermieden werden.“

In der Saison verdienen ausländische Saisonarbeiter zwischen 7 und 10 € pro Stunde. Die jeweiligen Arbeitgeber profitieren dabei von sehr geringen Sozialabgaben.