Planespotters sollen Verdächtiges bitte melden

Die Polizei bittet die Flugzeugfans, die oft rund um den belgischen Nationalflughafen in Zaventem herum startende oder landende Maschinen beobachten und fotografieren, um ihre Mithilfe in Sachen Terrorbekämpfung. Sie sollen Verdächtiges bitte sofort den Behörden melden. Die Planespotters kennen die Gegend um den Brussels Airport meist wie ihre Westentasche. Darauf zählt die Polizei jetzt.
Maarten Boersema

Flugzeug- und Luftfahrtfans, die sogenannten Planespotters, kennen die Gegend um den Flughafen herum bestens, denn sie föhnen ihrem Hobby oftmals seit vielen Jahren. Ihnen müsste auffallen, wenn sich etwas Verdächtiges rund um den Airport herum tut, was nicht unbedingt normal erscheint.

Der Flughafen in Zaventem in Flämisch-Brabant erstreckt sich über eine Fläche von 1.245 ha, ein riesiges Gelände, das nicht einfach permanent flächendeckend beobachtet werden kann. Die Luftfahrtpolizei hat aus diesem Grunde in den vergangenen Tagen und Wochen Kontakt mit den dort aktiven Planespotters aufgenommen.

Peter De Waele von der belgischen Bundespolizei erklärte dazu, dass sich diese Leute sowieso rund um den Flughafen aufhalten: „Sie haben auch große Teleobjektive und wir sagen ihnen ganz einfach, dass sie sich bei uns melden sollen, wenn sie etwas Verdächtiges beobachten. Wir bitten übrigens auch jeden, der am Flughafen selbst arbeitet, darum bitten, Verdächtiges zu melden.“

Falls sich z.B. ein Fahrzeug in der Umgebung des Flughafens aufhält, in dem zwei Personen alles beobachten, aber nicht „spotten“, sollen die Flugzeugfans dies der Polizei melden. Dann wird eine Streife vorbeikommen und nachschauen, was diese Leute dort genau vorhaben. Interessant wäre in diesem Sinne auch eine Zusammenarbeit der Polizei mit den Eisenbahnfans rund um Bahnhöfe und Gleisanlagen.