Gewinneinbrüche bei AB InBev und Delhaize-Ahold

Die Brauereigruppe AB InBev hat das vergangene Jahr mit einem deutlichen Gewinneinbruch abgeschlossen. Erst im Oktober 2016 war AB Inbev durch den Zusammenschluss mit SABMiller zum weltweit größten Bierkonzern aufgestiegen. Hohe Finanzierungskosten sorgten aber für einen deutlichen Gewinneinbruch.
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Neben den hohen Fusionskosten beim Deal mit SABMiller ging bei dem belgisch-brasilianischen Konzern AB InBev auch der Absatz von Bier um 1,4 % zurück.

Vor allem auf dem wichtigen brasilianischen Markt verlor AB InBev Anteile, in Westeuropa legte der Bierverkauf aber leicht zu.

Als Konsequenz kündigte der Konzern weitere Sparmaßnahmen an. Im Hinblick auf dieses Jahr rechnet das Management des Mega-Konzerns aber mit einem beschleunigten Umsatzwachstum aus eigener Kraft heraus.

Nichts desto trotz müssen die meisten Mitglieder an der Spitze des Managements auf ihren Bonus für das Jahr 2016 verzichten.

Nettogewinne bei Ahold Delhaize brechen ebenfalls ein

Der Einzelhandelskonzern Ahold Delhaize, der im Juli 2016 aus dem Zusammenschluss der niederländischen Gruppe Koninklijke Ahold und der belgischen Delhaize Group entstanden ist, hat das vergangene Jahr mit einem Gewinnrückgang abschließen müssen. Während der Konzern vor allem in den Niederlanden und den USA solide Resultate vorwies, entsprach das Ergebnis in Belgien nicht den Erwartungen. Im vierten Trimester 2016 lag der hier generierte Umsatz bei 1,28 Mia. € und lag damit um 1 % niedriger als im Vorjahr.

Auf der gesamten Konzernebene betrug der Gewinn im vergangenen Jahr 158 Mio. € Euro. 2015 im Vorjahr konnten noch 366 Mio. € Euro Gewinn verbucht worden. Wie Ahold Delhaize-Chef Dick Boer am Mittwoch bei der Vorstellung des ersten Geschäftsergebnisses seit der Fusion angab, sei der Nettogewinn um 2,5 % auf jetzt 830 Mio. € zurückgegangen. Dennoch zeigte sich Boer mit den Ergebnissen zufrieden.