Schutzprogramm für einheimische Tierarten

Das flämische Umweltministerium stellt für drei bedrohte einheimische Tierarten ein Schutzprogramm auf, das den Tieren dabei helfen soll, zu überleben. Dabei handelt es sich um den Samtfalter, die Knoblauchkröte (Foto) und die Rohrdommel. Nur über adäquate Schutzprogramme sei es möglich, bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren, hieß es dazu.

Nach Ansicht von Flanderns Landesumweltministerin Joke Schauvliege (CD&V) dienen solche Schutzprogramme nicht zur zum Überleben der jeweiligen bedrohten Tierarten, sondern auch zum Erhalt der Natur und ihrer Qualität im Allgemeinen.

Die Knoblauchkröte ist ein sehr scheues Amphibientier, dass vor allem in sandigem Boden in der Nähe von Seen, Teichen oder Wasserläufen lebt. Die Rohrdommel ist ein mit Vorliebe in morastigen Umgebungen lebender Vogel, der zu den Reihern gehört. Er ist die am häufigsten in Flandern vorkommende Reiherart. Er braucht große zusammenhängende Lebensräume sowie Schilf- und Rietlandschaften

Der Samtfalter, in diesem Falle der Ockerbindige Samtfalter (Foto unten), mag wärmere Gefilde und ist in Flandern vor allem in der Heide- und Dünenlandschaft in den Kempen, ein riesiges Gebiet, dass teilweise im Gebiet zwischen den Provinzen Antwerpen und Limburg aber auch etwas nördlicher unterhalb der niederländischen Stadt Tilburg liegt, zu finden. Hier werden recht oft belgische Wärmerekorde verzeichnet.