Uni Löwen gegen sexuelle Einschüchterung

Die Katholische Universität im Löwen in Flämisch-Brabant (KULeuven) hat eine Meldestelle eingerichtet, an der sowohl Schüler, als auch das Universitätspersonal Beschwerden über sexuelle Belästigung und sogar schon den Versuch einer sexuelle Einschüchterung loswerden können. Ausgebildete Vertrauenspersonen beugen sich über die gemeldeten Fälle an sich und beschäftigen sich auch mit den angegriffenen Personen.
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Die Meldestelle, an die sich Studenten und Mitarbeiter der Löwener wenden können, wenn sie Opfer von sexueller Belästigung oder Einschüchterung geworden sind, nahm an diesem auf.

Aus einer internen Umfrage an der Uni war hervorgegangen, dass bereits im laufenden akademischen Jahr schon rund 20 Versuche sexueller Einschüchterung an der KULeuven vorgefallen sind. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich wesentlich höher, so die Verantwortlichen, denn jährlich werden rund 25 solcher Fälle bekannt.

Durch die Einrichtung der Beschwerdestelle, in der sich professionelle Vertrauenspersonen mit den Opfern beschäftigen, hofft Rik Torfs (kl. Foto), der Rektor der Universität, dass Betroffene in Zukunft öfter den Mut haben, ihre entsprechenden Erfahrungen zu melden. Man wolle nichts verschweigen, sagte der Rektor im Namen seines Instituts gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion:

„Es ist so, dass aus internationaler Untersuchung und auch nach internen Umfragen hier deutlich wurde, dass es ab und an zu sexueller Einschüchterung oder zu sexuell gefärbten Andeutungen kommt, die nicht akzeptabel sind. Selbstverständlich wollen wir davon nichts verschweigen. Wir haben bereits ein recht großes Netzwerk von Vertrauenspersonen, doch dies wird jetzt weiter professionalisiert, damit die Angst verschwindet, möglicherweise falsche Bemerkungen oder strafbare Handlungen zu melden.“