VW-Importeur rüstete schon 100.000 Wagen um

D’Ieteren, der belgische Importeur der Marken des deutschen Automobilkonzerns Volkswagen, hat im Zuge des Abgasskandals bis heute rund 100.000 Fahrzeuge mit der „Schummel-Software“ ausgerüstete Fahrzeuge umgebaut. Dies teilte D‘Ieteren bei der Vorstellung der Jahresbilanz des Unternehmens mit. Ein Drittel der in Belgien betroffenen Autos erhielt ein Software-Update. Das Unternehmen gab an, dass alle betroffenen Kunden informiert worden seien.

„2016 war ein sehr gutes Jahr für D‘Ieteren“, so CEO Axel Miller am Montag. Der konsolidierte Umsatz lag 2016 mit 6,47 Mia. € 7,2 % höher als 2015. Davon entfielen 3,11 Mia. € auf D‘Ieteren Auto und 3,3 Mia. € auf die Unternehmenstochter Belron International Ltd (Carglass).

Der Verwaltungsrat von D’Ieteren schlug jetzt die Ausschüttung einer Dividende von 0,95 € brutto pro Aktie vor. 2015 lag die Dividende bei 0,90 €. 2016 Jahr hatte D‘Ieteren Auto mit allen Marken der Volkswagengruppe hierzulande einen Marktanteil von 21,81 %, nach 22,34 % im Jahr 2015. VW bleibt mit einem Marktanteil von 10,15 % die meistverkaufte Automarke in unserem Lande. Ob der leichte Rückgang mit dem Abgasskandal zu tun hat, sei dahingestellt.

Für 2017 prognostiziert der VW-Importeur einen leichten Rückgang der Absatzahlen in Belgien - nicht nur bei der Volkswagengruppe, sondern allgemein. D‘Ieteren selbst rechnet aber wieder mit einem Anstieg seines Marktanteils in unserem Land und zwar durch neue Modelle und über eine ganze Reihe von kommerziellen Initiativen, die das geschundene Image der Marke aufpolieren sollen.