Oft Auto fahren, aber über zu viel Verkehr klagen

Die Bürger im belgischen Bundesland Flandern nutzen sehr oft ihren Wagen, auch auf kurzen Strecken. Nach den Statistiken des flämischen Landesverkehrsministeriums wird hier mehr als die Hälfte aller Bewegungen mit dem Auto zurückgelegt. Dem gegenüber ist die Nutzung anderer Verkehrsmittel rückläufig. Doch der flämische Ombudsmann muss sich in erster Linie über Klagen zum Verkehr beugen…

Die Menge der Bewegungen mit dem Auto lag 2016 um 6 % höher, als noch vor 10 Jahren. Und gleichzeitig sind fast alle mit anderen Verkehrsmitteln oder zu Fuß zurückgelegten Wege rückläufig. Nur die Zahl der Bahnfahrten blieb in Flandern nahezu stabil.

Entfernungen von mehr als 600 Metern legen die meisten Flamen mit dem Wagen zurück. Flanderns Landesverkehrsminister Ben Weyts (N-VA) denkt jetzt an eine kilometergebundene Abgabe, um den Gebrauch des Autos auf Kurzstrecken zu entmutigen.

Gleichzeitig aber klagen viele Flamen über den Straßenverkehr. Laut Statistik des flämischen Ombudsmannes Bart Weekers stiegen die an ihn gerichteten Klagen über den enorm dichten Verkehr in Flandern besonders stark an.

Deshalb rät der Ombudsmann den dies betreffenden Landesbehörden, Maßnahmen zu ergreifen, um den dichten Straßenverkehr zurückzudrängen. Würden die Flamen aber weniger Auto fahren, könnten sich Teile dieses Problems von selbst lösen…