Hat ein Vater seine Tochter vergewaltigt und getötet?

In Dampery bei Charleroi in der wallonischen Provinz Hennegau sorgt ein Fall von Kindesmissbrauch und möglicherweise auch Mord für Schlagzeilen. Dort verhaftete die Polizei am Donnerstag ein Ehepaar aus Tschetschenien. Dem Vater wird vorgeworfen, seine älteste Tochter missbraucht und getötet zu haben. Der Fall kam ans Licht, als eine weitere Tochter des Ehepaars zur Polizei ging, um ihre Eltern anzuzeigen.

Die tschetschenische Familie mit sieben Kindern lebt seit 2006 in Belgien und wohnte zunächst in Tournai. Einige Jahre später zog die Familie nach Dampery nahe Charleroi um. Im Jahr 2012 verschwand die älteste Tochter der Familie. Sie war damals 15 Jahre alt. Damals suchte die Polizei nach der Jugendlichen, doch die Ermittlungen ergaben kein Resultat. Ihr Vater hatte gegenüber der Polizei angedeutet, dass seine Tochter längst wieder in ihrer Heimat in Tschetschenien lebe.

Doch am Montag, wie jetzt bekannt wurde, erfuhr der Fall von damals eine neue Wende. Eine andere Tochter der Familie wurde bei der Polizei von Dampery vorstellig und zeigte ihre Eltern an. Sie erzählte den Polizisten, dass ihr Vater ihre älteste Schwester in einem abgeschlossenen Keller des Wohnhauses eingesperrt und vergewaltigt habe. Danach habe er das Kind ermordet und die Leiche verschwinden lassen.

Die Polizei durchsuchte daraufhin das Wohnhaus und fand einen von der Zeugin angedeuteten Keller. Im Laufe des Donnerstags suchten die Ermittler in diesem Haus nach der Leiche der mutmaßlich ermordeten Jugendlichen. Die Mutter habe inzwischen gestanden, dass sie ihre Tochter zum letzten Mal gesehen habe, als sie 2012 in einem Sack eingewickelt war. Der Vater und Hauptverdächtige in diesem Fall weist indessen jede Schuld von sich und hüllt sich in Schweigen.

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