Krebsbehandlung bald zu Hause möglich?

Krebspatienten können schon bald einen Teil ihrer Therapie zu Hause bekommen. Hierzu startet die belgische Gesundheitsministerin Maggie De Block jetzt mit einem Versuchsprojekt, bei dem sie verschiedene Krankenhäuser mit einbezieht.

Die Behandlung zu Hause soll zum Beispiel schon bald für den letzten Teil der Brustkrebsbehandlung möglich werden. Bislang erfolgt die Behandlung noch mit Infusionen in einem Krankenhaus. Doch die Behandlung kann jetzt auch mit Spritzen zu Hause erfolgen.

Das Pflegepersonal für zu Hause bekommt eine zusätzliche Ausbildung hierfür. Das Projekt beginnt mit 1.300 Patienten, die sich selbst für eine Behandlung zu Hause entscheiden. Im ganzen Land starten jetzt solche Projekte rund um Behandlungen für Krebspatienten mit intravenöser Antibiotikakur. Die Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) hat bereits für zwölf Projekte grünes Licht gegeben.

Das Universitätskrankenhaus Löwen und die Uniklinik Antwerpen werden zum Beispiel einigen Frauen mit Brustkrebs vorschlagen, ihre Behanldung zu Hause durchführen zu lassen.

Die liberale belgische Gesundheitsministerin Maggie De Block betonte in der VRT: "Der Patient entscheidet sich selbst hierfür. Ihm wird alles erklärt. Das Ganze geschieht auf freiwilliger Basis. Der Patient kann also sagen, ich will diesen Teil meiner Behandlung zu Hause bei meiner Familie durchführen lassen."