Terroristen schlossen Verträge auf Namen von Schwimmer Timmers ab

Drei Terroristen, die an den Anschlägen vom 22. März beteiligt waren, haben im Namen des Schwimmers Pieter Timmers (Foto) falsche Stromverträge abgeschlossen. Die Verträge für ihr Quartier im Brüsseler Stadtteil Schaarbeek sind vom Energielieferanten Lampiris. Die Terroristen trugen sich dort mit dem Namen und dem Geburtsdatum von Timmers ein. Timmers kam erst dahinter, als Lampiris Versäumnisse bei den Zahlungen anmahnte und bei ihm zu Hause vorstellig wurde.

Dass er jemals mit den Anschlägen vom 22. März in Zaventem in Verbindung gebracht werden würde, hätte der Spitzensportler Pieter Timmers wohl auch nie vermutet. Die Terroristen benutzten einfach seinen Namen und sein Geburtsdatum, um bei Lampiris Stromverträge abzuschließen.

"Es ist erstaunlich, dass es so leicht ist, mit meinem Namen und Geburtstag einen Vertrag abzuschließen und dass man darüber nicht einmal unterrichtet wird", so Pieter Timmers in der VRT.

Gaëtan Mondet von Lampiris betonte: "Die Adresse, die beliefert werden sollte, war in Brüssel. Hierfür wurde vor gut einem Jahr der Vertrag abgeschlossen. Erst wenn man mit den Zahlungen im Rückstand ist, werden Mahnungen verschickt. Wir haben das Verfahren, das in der Region Brüssel hierfür vorgesehen ist, befolgt. Nach knapp einem Jahr sind wir nach einem letzten Mahnschreiben mit einem Inkassounternehmen bei Herrn Timmers vorstellig geworden."

Aufgrund der komplizierten Gesetzgebung können sich offene Rechnungen also lange hinziehen und ein besserer Schutz von Stromverträgen über den Einsatz elektronischer Personalausweise ist nicht so einfach. 

"Wir dürfen den Personalausweis nicht in allen Fällen abfragen", heißt es bei Lampiris. "Wir müssen kundenfreundlich bleiben und dürfen das Vertrauen von 99,9 Prozent Kunden, die im guten Glauben handeln, nicht verspielen und ihre Zeit nicht verschwenden."

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