Die OECD lobt Belgiens Arbeitsmarktreformen

Die Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit in Europa, OECD, findet lobende Worte für die umfangreiche Reform des Arbeitsmarktes, den Belgien im vergangenen Jahr durchgeführt hat. Im Jahresbericht der OECD gehört Belgien neben Frankreich und Österreich zu den Spitzenreitern in diesem Bereich.

Belgien, Frankreich und Österreich sind EU-Länder, in denen sich in der jüngsten Vergangenheit in Sachen Arbeitsmarktreform einiges bewegt hat. Dies ist auch der OECD nicht entgangen, die die drei EU-Mitgliedsländer dafür in ihrem Jahresbericht 2016 in dieser Hinsicht ausdrücklich lobend erwähnt.

In den meisten anderen europäischen Ländern tut sich in dieser Hinsicht derzeit wenig, doch laut OECD haben viele Staaten in den letzten Jahren ihre Arbeitsmarktpolitik reformiert und sind gerade dabei, die entsprechenden Maßnahmen in nationales Recht umzuwandeln.

Das bedeutet implizit, dass Belgien in dieser Hinsicht kein Pionier ist, sondern eher 2016 nachholt, was andere Länder längst vorgemacht haben. Vorbildlich ist in Belgien laut OECD allerdings, dass 2016 das Rentenalter nach oben korrigiert wurde. Dies ist etwas, bei dem andere europäische Länder jetzt einen gewissen Nachholbedarf aufweisen.

Lob erhält Belgien auch für die Art und Weise, wie Jugendlichen und jungen Leuten mit schlechter oder gänzlich ohne Ausbildung hier zu einem Job verholfen wird. Aufgefallen ist der OECD auch, dass für einige Berufsgruppen in Belgien die Lohnnebenkosten, sprich die Sozialleistungen gesenkt wurden.

Gute Punkte erhalten auch die Anstrengungen Belgiens, mehr Kitaplätze für Kinder berufstätiger Eltern zu schaffen und die Sprachenunterrichte zur Integration von Einwanderern. Im fiskalen Bereich, so der OECD-Bericht, könne sich Belgien allerdings noch etwa von anderen Ländern abschauen, denn es brauche hier ein steuerliches Maßnahmenpaket, um Wirtschaftswachstum und Arbeitsplatzbeschaffung einen weiteren Schub zu verleihen. Und, der Beschäftigungsgrad in Belgien könnte besser sein...