Vorerst kein Shoppingkomplex Uplace in Machelen

Der Staatsrat hat die Umweltgenehmigung des Shoppingkomplexes Uplace in Machelen, in Flämisch-Brabant, aufgehoben. Die flämische Umweltministerin Joke Schauvliege hatte vor knapp einem Jahr die Genehmigung erteilt.

Die Städte Löwen und Vilvoorde sowie der Arbeitgeberverband Unizo waren vor den Staatsrat gezogen. Nach Auffassung des Rates habe sich seit dem Bericht über die Auswirkungen auf die Umwelt aus dem Jahr 2010 auf dem Gebiet des Verkehrs und der Luftqualität viel verändert.

Uplace würde unwiderrufliche schädliche Folgen hervorrufen, sagt der Rat. Die Genehmigung wird deshalb solange ausgesetzt, bis ein Urteil in der Sache gefällt ist.

Die flämische Umweltministerin Joke Schauvliege zögert: "Ich habe das Urteil noch nicht gelesen. Um es deutlich zu sagen: Es handelt sich um eine Aussetzung. Es ist noch kein definitives Urteil. Das bedeutet konkret, dass zur Zeit weder gebaut noch ein Vertrag ausgeführt werden darf."

Weiter sagte sie: "Wir müssen noch eine gründliche Analyse erstellen."

Uplace ist enttäuscht. Der Bürgermeister von Vilvoorde, Hans Bonte, hält die Aussetzung der Genehmigung für einen logischen Schritt. Das nationale Konsortium selbständiger Unternehmer betont, es werde Zeit, dass der Stecker aus Uplace gezogen werde.

Stecker aus Uplace ziehen

Sowohl die flämischen Sozialisten SP.A als auch die flämischen Grünen Groen appellieren an die Regierung, das Projekt endlich zu begraben.

"Jetzt hat der Staatsrat den Stecker herausgezogen. Wir erwarten von der flämischen Regierung und Ministerin Joke Schauvliege, dass sie das Projekt endlich definitiv begraben", so Björn Rzoska, Fraktionsführer im flämischen Parlament.

Rzoska hält den Entschluss des Rates aufgrund der Unklarheit der Verkehrsproblematik rund um Uplace für einen logischen Schritt. Nach der Auffassung der Grünen hätten die Luftquälität und die Staus bei der Regierung Bourgeois stets an letzter Stelle gestanden, so Rzoska.