Brussels Airport: Sorgen an einem Jahrestag

An diesem Montag, den 3. April, jährt sich zum ersten Mal die Wiedereröffnung des Brüsseler Nationalflughafens in Zaventem nach den Anschlägen vom 22. März 2016. Diesen Jahrestag nahmen die Gewerkschaften des Flughafenpersonals zum Anlass, um auf ihre Sorgen hinzuweisen. Viele Mitarbeiter sorgen sich um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes.

Am Montagmorgen hatten einige Dutzend Gewerkschaftsvertreter am Denkmal für die Opfer des Anschlags einen Kranz niedergelegt. Den Jahrestag der Wiederaufnahme des Flugverkehrs nach den Anschlägen auf Zaventem und Brüssel nahmen die Gewerkschaften des Standortes zum Anlass, um auf ihre Sorgen und Nöte aufmerksam zu machen. Dazu hatten sie unter anderem Handzettel an die Reisenden in der Abflughalle verteilt.

Die Mitarbeiter des Flughafens, bzw. die Beschäftigten der dort ansässigen Unternehmen und Fluggesellschaften, befürchten, dass Arbeitsplätze verloren gehen, wenn sich keine langfristige und nachhaltige Lösung für das Problem des Fluglärms, bzw. des Nachtfluglärms über die Region Brüssel-Hauptstadt findet, meldet die regionale Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ dazu.

Die Gewerkschaften bemängeln in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass es keine staatlich-belgische Gesetzgebung zum Thema Fluglärm gibt (dies ist hierzulande Sache der Länder und Regionen) und sie kritisieren die sture und „egoistische“ Haltung diesbezüglich von einigen Aktoren in diesem seit Jahren anhaltenden Konflikt.

"Brücke bauen"

Es müsse doch möglich sein, so schreiben die Gewerkschaften in ihrem Flugblatt, „über Gespräche eine Brücke zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Belangen zu bauen.“ Schon jetzt sei einiges geschehen, den Fluglärm auf ein Minimum zu beschränken, zumal alte und zu laute Flugzeuge auch am Standort Brussels Airport in Zaventem nicht mehr starten und landen dürfen.

Und nicht zuletzt sei die Zahl der jährlichen Flugbewegungen im Zeitraum 2000 bis 2015 von 320.000 auf 240.000 gesunken sei. Die Gewerkschaften drängen die Brussels Airport Company dazu, es Schiphol Airport in Amsterdam gleichzutun. Dort wurde in die Geräuschisolierung von Wohnungen in Flughafenumgebung bzw. im Bereich der Flugbewegungen investiert.