Volvo Cars in Gent baut ein zweites Modell

Bei Volvo Cars in Gent wird in absehbarer Zukunft ein zweites Modell montiert. Nach dem Auslaufen der Produktion des V40 wird am Standort Gent voll auf die neue CMA-Plattform gesetzt. Dies ermöglicht die Montage von mehreren Modellen auf einem gemeinsamen Chassis. Nach einem ersten neuen Volvo-Modell wurde jetzt auch der Bau eines zweiten Fahrzeugtyps für Gent angekündigt.

Die Zukunft des Standortes von Volvo Cars in Gent ist für die nächsten Jahre gesichert. Der schwedische Autobauer, der mittlerweile zur chinesischen Geely-Gruppe gehört, lässt in absehbarer Zukunft neben dem bereits angekündigten Modell XC40 ein weiteres Fahrzeug auf der neuen CMA-Plattform im Genter Werk montieren.

Derzeit wird im Volvo-Werk im Genter Hafen am Einbau der Montagestraßen für die neue CMA-Plattform gearbeitet. Diese Plattform stellt ein Chassis dar, auf dem mehrere verschiedene Modelle aufgebaut werden können. Diese Fahrzeuge unterscheiden sich zwar auf der einen Seite, haben aber technisch gesehen auf der anderen Seite eine gemeinsame Basis und gemeinsame Komponenten.

Vor einiger Zeit kündigte Volvo Cars an, in Gent den neuen XC40 auf Basis der CMA-Plattform bauen zu lassen. Volvo Cars-CEO Hakan Samuelsson teilte am Montag bei seinem Besuch am Standort Gent mit, dass dort in Zukunft ein weiteres Modell vom Band laufen wird und zwar konkret nach dem Auslaufen des derzeit hier montierten V40.

Der XC40, der nach dem Auslaufen der XC60-Montage hier gebaute Wagen, wird ein SUV sein. Den Typ für das zweite jetzt angekündigte Modell wollte Volvo-Chef Samuelsson noch nicht nennen. Möglicherweise werden in Gent in Zukunft auch hybride und elektrische Fahrzeuge der beiden Modelle montiert. Gent baut Fahrzeuge für den europäischen und für den US-amerikanischen Markt.

Konkurrenzfähigkeit?

Samuelsson deutete bei seinem Besuch in Gent auch an, dass am Standort Belgien an der Wettbewerbsfähigkeit gearbeitet werden müsse. Belgien sei in dieser Hinsicht nicht gerade als besonders „low cost“-fähig bekannt… Hierbei fielen die Bereiche Energie und Lohn(neben)kosten ins Augenmerk des schwedischen Autobauers.

Flanderns Landeswirtschaftsminister Philippe Muyters (N-VA) freute sich darüber, dass Volvo den Standort Gent beibehält: „Wir sind alle von der Wichtigkeit Volvos für die Stadt Gent, für die Provinz (Ostflandern (A.d.R.)), für Flandern und für Belgien überzeugt.“

Muyters ließ verstehen, dass man auf Bundes- und Landesebene „noch einiges unternehmen müsse, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern“, erinnerte aber auch an die Maßnahmen und die Zuschüsse, für die auf flämischer Ebene bei Volvo bereits gesorgt werden konnten.