Nightshops in Belgien immer öfter Tagesläden

Nach Kontrollen der Wirtschaftsinspektion halten sich bis zu 70 % aller Nightshops in unserem Land nicht an die gesetzlichen Vorgaben zu den Öffnungszeiten. Zudem ignorieren die meisten Nachtläden den in Belgien gesetzlich vorgeschriebenen wöchentlichen Ruhetag.

Die Wirtschaftsinspektion des belgischen Wirtschaftsministerium kontrollierte im Zeitraum 1. September bis 30. November 2016 insgesamt 344 Nightshops. Dabei wurde festgestellt, dass 234 dieser Läden gegen eine oder mehrere Vorschriften verstießen. Das größte Problem sind hier offenbar die Öffnungszeiten. Offiziell ans Nachtladen anerkannte Geschäfte dürfen hierzulande nur zwischen 18 Uhr am Abend und 7 Uhr am Morgen öffnen.

Doch insgesamt 124 der kontrollierten Läden hielten sich nicht daran und hatten wesentlich früher am Tag schon offen. 150 der überprüften Nightshops hielten sich überdies nicht an den gesetzlich vorgeschriebenen wöchentlichen Ruhetag in Belgien. Nicht wenige der Läden verstießen gleich in beiden Bereichen gegen die gesetzlichen Regelungen.

In geringerem Maße, etwa bei jedem dritten Nachtladen, wurden Fehler bei der Angabe von Preisen festgestellt und 10 % der überprüften Geschäfte hatten ihren Betrieb nicht ordnungsgemäß bei den zuständigen Behörden angemeldet.

Unlauterer Wettbewerb?

Belgiens Wirtschaftsminister Kris Peeters (CD&V) sagte dazu, diese Kontrollen würden belegen, dass es hierzulande viele „falsche Nachtläden“ gibt: „Dies führt zu unehrlicher Konkurrenz zu den Bäckern, den Metzgern und zu den lokalen Lebensmittelläden und Kaufhäusern. Das ist inakzeptabel. Wir werden hiergegen weiter vorgehen.“