Verliert die Moschee von Beringen die Anerkennung?

Flanderns Landesinnenministerin Lisbeth Homans (N-VA) prüft, ob der Fatih Camii-Moschee in Beringen in der Provinz Limburg die Anerkennung entzogen werden kann. Diese Moschee ist die zweitgrößte ihrer Art in Belgien. Die türkische Moschee geriet nach Spionagevorwürfen, nach Wahlkampfpredigten für Erdogan und nach einem polarisierenden Kurs, der die türkische Gemeinschaft in Limburg spaltet, ins Kreuzfeuer der Kritik.

Bereits seit Dezember lässt Landesinnenministerin Homans die Vorgänge in der Fatih Camii-Moschee im limburgischen Beringen prüfen. Dabei griff sie auch auf Informationen des belgischen Innenministeriums und des Nachrichtendienstes zurück.

Ministerin Homans (kl. Foto) sagte dazu gegenüber der flämischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws, dass sie aufgrund ihrer Informationen daran arbeitet, die offizielle Anerkennung Flanderns für die Moschee zu annullieren: „Aus den Berichten, die man uns geliefert hat, ist ersichtlich, dass sich in Beringen Dinge ereignet haben, die gegen die Bedingungen verstoßen, die für in Flandern anerkannte Moscheen gelten.“

Zunächst muss sich noch die Moslemexekutive in Belgien dazu aussprechen und die Verwaltung der betroffenen Moschee hat das Recht, sich zu verteidigen. Falls die Fatih Camii-Moschee in Beringen ihre Anerkennung verliert, muss sie auf Zuschüsse, die das belgische Bundesland Flandern religiösen Einrichtungen gewährt, verzichten. Das bedeutet auch, dass die Moschee den Teil des Gehalts verliert, den die Landeskasse für Imame beisteuert.

Jasper Jacobs