Endgültig: Kein Biomassewerk in Langerlo

Die Betriebsgesellschaft der geplanten Biomasseanlage Langerlo bei Genk hat ein Konkursverfahren eingeleitet. Das hat der Manager des estnischen Holzpelettsproduzenten Graanul Invest gegenüber dem Wirtschaftssender Kanaal Z bekanntgegeben.

Am Freitag hatte sich herausgestellt, dass die flämische Regierung nicht bereit war, den Umbau des Steinkohlekraftwerks in eine Biomasseanlage mit öffentlichen Geldern zu finanzieren. Zuvor hatte auch die flämische Energieagentur ihre Zustimmung über den angefragten Aufschub  verweigert.

Graanul Invest hatte eine Verlängerung der Umbauphase bis Mitte 2018 angefragt und als Grund den schweren Verschleiß der Kondensatorrohre angegeben.

Die flämische Energieagentur lehnte das Ersuchen ab, da das Problem der Rohre seit 2 Jahren bekannt und nicht so schlimm gewesen sei, wie der Investor behauptete.

Nach der definitiven Verweigerung der Fördermittel seitens der öffentlichen Hand hat Graanul Invest Konkurs beantragt. Rund 100 Mitarbeiter werden ihre Stelle verlieren. Einen vernünftigen Sozialplan  gäbe es bei dem estnischen Unternehmen jedoch nicht.

Die Steinkohlezentrale hatte zuvor der belgischen Tochter des deutschen Energiekonzerns E.ON gehört.