Zug mit 2000 Passagieren steht stundenlang still

In der ostflämischen Ortschaft Wontergem stand Sonntagabend ein überfüllter Zug, der auf dem Rückweg von der Küste ins Landesinnere war, stundenlang still. Etwa 20 Fahrgäste war es schlecht geworden. Daraufhin betätigte ein Passagier die Notbremse. Erst nach 2 Stunden fuhr der Zug nach Gent weiter.

Wie die Bahn bestätigte, war der Zug vom Küstenort Blankenberge Richtung Brüssel unterwegs. Weil der Zugverkehr zwischen Brügge und Aalter nach einem Zwischenfall unterbrochen war, musste der Zug über Deinze umgeleitet werden.

In dem völlig überfüllten Zuge klagten etwa zwanzig Personen über Übelkeit. Daraufhin betätigte ein Fahrgast die Notbremse. Der Zug hielt zwei Stunden in Wontergem, wie einer der Mitreisenden der VRT-Nachrichtenredaktion mitteilte. Die Fahrgäste blieben ohne Informationen. In einigen der überhitzten Waggons wurde wohl Wasser verteilt, in anderen nicht.

Schlussendlich wurden 500 Fahrgäste mit Bussen nach Deinze gebracht. Die anderen 1500 Passagiere setzten nach zwei Stunden ihre Reise nach Gent und ins Inland fort.

Der gestrige 9. April war der wärmste seit dem Jahr 1901. In Brüssel wurden 22,8 Grad gemessen. Mehr als 150.000 Tagestouristen hatten das schöne Wetter genutzt, um ans Meer zu fahren. Bei der Rückkehr am Abend gab es großen Andrang auf die Züge in Richtung Inland.