Polizei darf Bettlern in Antwerpen Geld wieder abnehmen

Die Polizei in Antwerpen ist jetzt mit dem Recht ausgestattet worden, aggressiven Bettlern das erbettelte Geld wieder abzunehmen. Auf diese Weise will die Stadtverwaltung die kriminellen Organisationen, die hinter den Bettlern stehen, aus der Stadt vertreiben, sagt der Antwerpener Bürgermeister Bart De Wever (flämische Regionalisten N-VA).

"Jeder kennt das Phänomen des aggressiven Bettelns, vor allem in Großstädten", so De Wever. Damit meint der Bürgermeister der Scheldestadt, die Menschen, die häufig mit Kindern im Schlepptau, an Straßenkreuzungen stehen oder behinderte Menschen ausnutzen, um den Leuten Geld abzuknöpfen. Dahinter stehe ein Kartell des organisierten Verbrechens. Auch sei Menschenhandel im Spiel. "Wir haben jetzt in unserem Polizeistatut festgehalten, dass wir das erbettelte Geld, das die Menschen dabei haben, beschlagnahmen dürfen", so De Wever in der VRT. 

"Das ist eine vorläufige Beschlagnahmung und bedeutet, dass man nach mehreren Monaten das Geld wieder abholen darf. Kommt jedoch niemand, dürfen wir das Geld einziehen und es wird dem Sozialamt für einen guten Zweck gespendet."

In Ostende gilt bereits eine solche Regel. Auch hier kann Geld von Bettlern beschlagnahmt werden, sollten diese in einem Bereich betteln, in dem dies verboten ist.