Zusätzliche Polizeikontrollen am Grenzübergang in De Panne

Nach dem Großbrand in einem Flüchtlingslager in der Nähe der nordfranzösischen Stadt Dünkirchen unweit der Grenze werden am Grenzübergang im belgischen De Panne (Westflandern) seit diesem Dienstagmorgen zusätzliche Polizeikontrollen durchgeführt. Die belgische Polizei befürchtet, dass ein Teil der Flüchtlinge aus dem niedergebrannten Lager versucht, nach Belgien zu gelangen.

"Wir haben an diesem Morgen bereits alle Einsatzteams an der Grenze verpflichtet. Dazu gehören eigene Einheiten der Polizeizone an der Westküste und die Kavallerie", betonte der Polizeichef Nico Paelinck. Die Einheiten bekommen Unterstützung von den Franzosen.

"Die französische Gendarmerie hat inzwischen einen Hubschrauber im Einsatz, um die Lage zu beobachten." Ferner lasse man in Richtung Calais und belgischer Grenze Verstärkung kommen.

Auch nach der Schließung des "Dschungels von Calais" im Oktober hatte die Polizei zusätzliche Patrouillen im Einsatz. Damals sind jedoch nur wenige Flüchtlinge nach Belgien gekommen.

Das Lager in Grande-Synthe bei Dünkirchen nahe der belgischen Grenze sei nach Angaben des Präfekten vollständig niedergebrannt. Vorausgegangen waren offenbar Kämpfe zwischen afghanischen und kurdischen Flüchtlingen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden. Die Menschen aus dem Lager sollen nun in Notunterkünfte verlegt werden.

Viele Personen in dem Camp hatten die Probleme schon kommen sehen, weil einfach zu viele Menschen auf zu engem Raum aufeinanderhockten. Die Behörden, die dieses Lager verwalteten, hätten zwar logistische Hilfe geboten, aber die Situation schon lange nicht mehr unter Kontrolle, heißt es vor Ort.