Enormer Preisdruck bei Immobilienverkäufen

Noch nie wurden so viele Immobilien in Belgien verkauft wie in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Im Vergleich zur Situation Ende Dezember nahm der Verkauf um knapp 3 Prozent (+2,93%) zu. Die Steigerung betrifft vor allem Flandern. Daneben fällt auf: Der Häuser- Wohnungs- und Grundstückspreis ist das erste Mal seit langem gesunken.

In Flandern ist in diesem Jahr bereits 4,51 Prozent mehr verkauft worden als im letzten Trimester 2016.

Bart Van Opstal, der Sprecher von notaris.be betonte hierzu in der VRT: "Wir stellen fest, dass jeden Tag zahlreiche Menschen ein Eigentum kaufen, weil die Zinsen niedrig sind. Wir stellen aber auch fest, dass viele Menschen auf der Suche nach einem Eigentum sind, das etwas einbringt und nach Immobilien, in die sie investieren können."

Es wird zur Zeit also viel verkauft. Gleichzeitig ist der Preisdruck hoch.

"Wir haben festgestellt, dass nicht nur die Häuserpreise, sondern auch die Wohnungspreise und sogar die Grundstückspreise sinken. Es ist sehr lange her, dass wir das mitgemacht haben", so Van Opstal noch.

Ein Haus kostet jetzt in Belgien im Durchschnitt 232.000 Euro. Das ist 2,5 Prozent weniger als Ende letzten Jahres. Für ein Appartement bezahlt man 215.000 Euro. Das ist 0,12 Prozent weniger. Und ein Stück Baugrund kostet durchschnittlich 140.000 Euro. Das ist 3 Prozent weniger.

Auf die Frage, warum die Preise jetzt wieder zurückgehen, antwortete Van Opstal noch: "Weil es ein ausreichendes Angebot an Immobilien gibt, die zu verkaufen sind. Das heißt, der Käufer hat eine große Auswahl und wenn er die Wahl hat, kann er auch leichter über den Preis verhandeln. Dadurch steigt der Preisdruck."

Ob dieser Preisrückgang anhält, wird sich in den nächsten  Monaten zeigen.