82.000 Franzosen können in Belgien wählen gehen

Von den rund 250.000 in Belgien lebenden Franzosen sind etwa 82.000 zurTeilnahme an den Parlamentswahlen in ihrem Land berechtigt. Knapp die Hälfte davon hat sich in die Wahllisten eingetragen. Das französische Konsulat in Brüssel registrierte diese Wähler. Knapp die Hälfte aller französischer Wähler aus Belgien lebt in der Region Brüssel-Hauptstadt.

Auch die Auslandsfranzosen haben das Recht, an den dortigen Präsidentschaftswahlen teilzunehmen. Auch sie sind dazu aufgerufen, an diesem Sonntag (1. Runde) und am 7. Mai (2. Runde) wählen zu gehen. Mit 250.000 Landsleuten ist dies die größte ausländische Gemeinschaft in Belgien aus einem Land der Europäischen Union. 82.000 von ihnen sind offiziell wahlberechtigt.

Von den 41.000 Franzosen, die sich in Belgien zur Wahl registrieren ließen, kommt knapp die Hälfte aus Brüssel, wie Frankreichs Generalkonsulin in Belgien, Marie-Christine Butel, am Sonntagnachmittag gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion angab.

In Belgien wurden dazu gleich mehrere Wahlbüros von den französischen Behörden eingerichtet. Das größte davon ist in Brüssel in den Messehallen am Heysel zu finden. Rund die Hälfte aller französischen Wähler kommt aus Brüssel und Umgebung.

Die anderen Wahlbüros befinden sich in Mouscron und Tournai in der Nähe zur französischen Grenze sowie in Waterloo, in Lüttich und in Namür, der wallonischen Landeshauptstadt. Viele Franzosen aber kehren zu den Wahlen auch zurück in ihre Heimatorte.

Erfahrungen und Erhebungen aus dem Jahr 2012, der letzten Präsidentschaftswahl in Frankreich, ergaben, dass die Franzosen in Belgien eher zu einem rechten oder konservativen Kandidaten tendieren. Bei den letzten Parlamentswahlen in Frankreich allerdings schickten sie den Sozialisten Philip Cordery in die Nationalversammlung.