Belgiens Außenminister drängt 4 Länder, Chemiewaffen-Konvention beizutreten

Belgiens Außenminister Didier Reynders ruft Nordkorea, Ägypten, Südsudan und Israel zur Unterzeichnung des Verbotes chemischer Waffen auf. Das hat er zum 20. Jahrestag des Chemiewaffen-Vertrages in einer Mitteilung am Samstag bekannt gegeben.
2014 Anadolu Agency

Vor genau zwanzig Jahren, am 29. April 1997, trat der Vertrag zum Verbot von chemischen Waffen in Kraft. In einer Pressemitteilung kommt Didier Reynders zu dem Schluss, dass der Vertrag Erfolg hat. So wurde 95 Prozent der registrierten chemischen Waffen zerstört und unterzeichneten 192 Länder den Vertrag.

Der Minister ruft die restlichen vier Länder (Nordkorea, Ägypten, Südsudan und Israel) dazu auf, der Chemiewaffen-Konvention beizutreten und ihre chemischen Waffen unter internationaler Aufsicht zerstören zu lassen. "Chemische Waffen dürfen nicht eingesetzt werden, unter keinerlei Umständen und unter keinerlei  Vorwand", so Didier Reynders.

Auch Syrien unterzeichnete einst den Vertrag. Reynders kritisiert, dass die syrische Regierung dennoch chemische Waffen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt hat. Die Verantwortlichen derartiger  barbarischer Verbrechen müssten vor Gericht gebracht werden, fordert der Außenminister.