Proteste gegen neuen Verkehrsplan in Gent

In Gent haben an diesem Montag hunderte Menschen gegen den neuen Verkehrsplan demonstriert. Der wurde letzten Monat umgesetzt und grenzt den Autoverkehr in der Innenstadt stark ein.

Ein Referendum zum Plan war am Freitag zurückgewiesen worden, weil die hierfür benötigten gültigen Unterschriften nicht ausreichten.

"Gent ist infolge des Verkehrsplans von einem Tag auf den anderen zu einer toten Stadt geworden", so der Sprecher der Demonstranten und Hausarzt Jozef Burm. Er ist einer der Initiatoren des Referendums.

Der Verkehrsplan wurde am 3. April eingeführt. Der Plan unterteilt die Innenstadt in sechs Bereiche rund um eine zentrale Fußgängerzone. Der Verkehr wird über den Stadtring (R40) geleitet. In 77 Straßen wurde die Fahrtrichtung geändert.

An der Protestaktion am Montag nahmen zwischen 300 und 400 Personen teil. Einige Einwohner Gents halten den Plan für zu radikal. Man  hatte gehofft, dass weniger Volk mit dem Auto kommen würde, doch die Menschen, die vorher mit dem Auto kamen, bleiben nun ganz weg. Das sehe man allein schon an der Kapazitätsauslastung der Parkplätze vor der Zone. Die Ladeninhaber in Gent werden wohl nicht bestehen bleiben können, währen man sich außerhalb Gents die Hände reibe, heißt es noch.