Wieder Zugverkehr auf der Nord-Süd-Achse in Brüssel

Seit den frühen Morgenstunden am Dienstag fahren wieder Züge durch den Nord-Süd-Tunnel in Brüssel. Dieses Nadelöhr des belgischen Bahnverkehrs war am langen Maiwochenende für technische Arbeiten vollständig gesperrt worden - zum ersten Mal seit rund 30 Jahren. Nach Angaben von Bahninfrastruktur-Dienstleister Infrabel verliefen die Arbeiten zufriedenstellend.

Über 200 Mitarbeiter von Bahninfrastruktur-Dienstleister Infrabel haben von Samstagmorgen bis Montagabend in Schichten nonstop in der Nord-Süd-Tunnelverbindung zwischen dem Bahnhof Brüssel Nord und dem Bahnhof Brüssel Süd/Midi (Foto oben) gearbeitet, um die dort vorhandene und mittlerweile veraltete elektromechanische Signaltechnik durch ein neues computergesteuertes System zu ersetzen.

Laut Infrabel verliefen die Arbeiten an sich schneller als erwartet. Danach standen mehr als zwei Tage zur Verfügung, um die neue Anlage ausgiebig mit hin- und herpendelnden Zügen (ohne Fahrgäste) zu testen.

Die erste Stoßzeit am Dienstagvormittag verlief ohne Probleme. In der Hauptverkehrszeit von halb 8 bis halb 9 durchfahren 90 Reisezüge die Nord-Süd-Verbindung mit Halt im Bahnhof Brüssel-Zentral. Dieser Bahnhof wurde drei Tage lang durch die Arbeiten nicht bedient.

Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB setzte dabei auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der regionalen Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB. Am frühen Dienstagmorgen sagte Infrabel-Sprecher Thomas Baeken: „Alles funktioniert perfekt!“