160 Stellen bei Bombardier gefährdet

Bei dem Hersteller von Fahrzeugen für den Schienenverkehr Bombardier in Brügge sind 160 Stellen gefährdet. Das ist ein Drittel aller Jobs in dem Werk. Bombardier gab die Zahlen an diesem Freitagmorgen auf einem außerordentlichen Betriebsrat bekannt.

Nach Monaten der Unsicherheit herrscht jetzt mehr Klarheit über die Zukunft des Werks in Brügge. Die europäische Direktion von Bombardier hat die Zukunftspläne des Werks in Brügge vorgestellt. Dass Stellen gestrichen würden, war bekannt. Doch die genaue Zahl erfuhren die Mitarbeiter erst an diesem Morgen.

Das Werk wird künftig nicht mehr die gesamte Herstellung von Fahrzeugen für den Schienenverkehr ausrichten, sondern nur noch die Endmontage. Einen Teil der Tätigkeiten und Dienste wird nach Frankreich und in die Tschechische Republik verlegt.

In dem Werk wird an diesem Freitag nicht mehr gearbeitet. Die Maschinen liegen still. Nach dem außerordentlichen Betriebsrat am Morgen hat sich das Personal versammelt. Danach wird es nach Hause gehen dürfen.

Vor gut einem Monat war auf einem europäischen Betriebsrat angekündigt worden, dass Bombardier in Brügge nur noch die Endmontage durchführen würde.

Die Befürchtungen der Gewerkschaften haben sich bewahrheitet, denn wenn man die 40 Zeitarbeiter hinzurechnet, deren Stellen ebenfalls gestrichen werden, erreicht man 200 Mitarbeiter. Das ist in etwa eine Halbierung der Personen, die übrig bleiben.

Die Gewerkschaften sind äußerst beunruhigt und fragen sich: "Wie nachhaltig ist ein Unternehmen, das nur noch die Endmontage übernehmen wird."