"An der Leistung der Mitarbeiter lag es nicht"

Bei dem Hersteller von Fahrzeugen für den Schienenverkehr Bombardier in Brügge werden 160 Stellen gestrichen. An der Pforte des Werks reagieren die Mitarbeiter mit großer Enttäuschung.

"Das sind schlechte Nachrichten", betont ein Mitarbeiter im VRT-Radio. "Ich arbeite hier schon 28 Jahre. Es wird immer nur abgebaut. Das ist kein gutes Zeichen." Das Werk in Brügge sterbe einen langsamen Tod, so der Mann weiter.

In den vergangenen Jahren hätten die Menschen in dem Werk besonders viel geleistet, deshalb sei man umso mehr über diesen Dämpfer enttäuscht. "Wir werden für unsere Leistungen nicht belohnt", sagt eine Mitarbeiterin.

"Ich bin Angestellter, aber auch in meiner Situation heißt es abwarten", erzählt ein anderer Mitarbeiter.

Der Brügger Bürgermeister Renaat Landuyt (Foto) ist besonders enttäuscht. Er findet, dass die flämische und die föderale Regierung zu wenig getan hätten, um den Stellenabbau bei Bombardier zu vermeiden.

"Brügge ist grundsätzlich mit Bourgeois verbunden. Das ist unser großes Industrieunternehmen. Es ist mehr als ein Symbol. Es handelt sich um 160 Familien. Das ist sehr schmerzlich, da es jedenfalls nicht am Einsatz der Mitarbeiter hier in Brügge liegt", so Landuyt.