Belgiens Premier will, dass die EU die Verhandlungen mit Türkei einstellt

Belgiens Premier Charles Michel ruft die Europäische Union dazu auf, die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei einzustellen. Die anhaltenden Provokationen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan machten es unmöglich, die Türkei in die Union aufzunehmen. Das sagte er während eines zweitägigen Arbeitsbesuches in der Tschechischen Republik und in Slowenien.

Die türkische Regierung kehre sich von den europäischen Werten ab, sagte der Premierminister. "Und wir wurden in den letzten Monaten Zeuge unangenehmer und inakzeptabler Äußerungen der Türkei gegenüber mehrerer europäischer Länder."

Die Europäische Union hatte nach dem Abkommen mit der Türkei über die Rücknahme von Flüchtlingen aus Griechenland versprochen, die Beitrittsgespräche erneut aufzunehmen. 

Doch seit dem missglückten Putsch vom Juli 2016 in der Türkei und dem Referendum, das die Macht Erdoğans noch weiter ausbaute, scheinen immer weniger Länder bereit zu sein, dem Versprechen nachzukommen.