Brüssel schreibt vor: Wenn schon Dienstwagen, dann auch Fahrrad

Wer in Brüssel einen Dienstwagen für seine Arbeit zur Verfügung gestellt bekommt, dem muss gleichzeitig ein Zugabonnement oder ein Fahrrad geschenkt werden. Das hat der Brüsseler Verkehrsminister, Pascal Smet, bestätigt.

Damit will die Brüsseler Regierung gegen die Verkehrsstaus in der belgischen Hauptstadt vorgehen.

Die Brüsseler Regierung geht davon aus, dass die Maßnahme die Unternehmen davon abhält, ihren Mitarbeitern den Dienstwagen als Teil der Bezahlung anzubieten, weil die Dienstwagen dadurch um einiges teurer werden. 

Jeden Tag fahren 200.000 Personen mit ihrem Dienstauto in die Hauptstadt, was enorm viel Staus zur Folge hat.

Die Brüsseler Regierung arbeitet deshalb derzeit an einer neuen Maßnahme zu Verkehrsplänen für Unternehmen. Darin ist vorgesehen, dass der Dienstwagen an die Vergabe eines Zugabonnements oder eines Betriebsfahrrades gekoppelt werden muss, in jedem Fall jedoch an ein Fahrradabonnement oder an Fahrradsharing, so Smets gegenüber der VRT.

Die belgische Regierung bereitet einen ähnlichen Plan vor, nach dem ein Arbeitnehmer seinen Dienstwagen gegen einen monatlichen Betrag eintauschen kann.