Achtung! In Ronse werden auch Radfahrer geblitzt

In Ronse, einer Gemeinde in den sogenannten „Flämischen Ardennen“ in Ostflandern, können auch Radfahrer auf E-Bikes geblitzt werden. Die lokale Polizei verbirgt eine sensible Blitzanlage mit hochauflösender Kamera in einem Mülleimer. Die kann auch die kleinen Nummernschilder lesbar machen, die an elektrischen Fahrrädern befestigt werden müssen…

Inzwischen verfügen gleich mehrere Städte und Gemeinden in Ostflandern über solche sensiblen Blitzanlagen zum Registrieren von Temposündern. Neben den Polizeizonen „Flämische Ardennen“, Brakel, Gent und Geraardsbergen gehört jetzt auch Ronse dazu. Hier sind die Polizisten besonders ingeniös vorgegangen. Sie haben ihre Blitze in einer Mülltonne versteckt und messen damit die Geschwindigkeiten auf allen Fahrspuren - auch auf den Fahrradstreifen. Und die Kameras arbeiten mit Infrarot. Man sieht also den Blitz nicht.

Das hat seinen guten Grund. Ronse ist eine hügelige Gemeinde am Rand der „Flämischen Ardennen“, wo viele Radsportklassiker gefahren werden. Und hier laden die Abfahrten zu hohen Geschwindigkeiten ein. Patrick Boel, der lokale Polizeichef von Ronse, sagte, dass mit normalen Fahrrädern hier bis zu 70 km/h erreicht werden können. Und das ist im Innenstadtbereich, in dem 50 km/h zulässig sind, gefährlich. Wer mit diesem Tempo durch eine 30er oder 50er Zone radelt, der kann schnell einen deftigen Strafzettel bekommen.

Die Fahrer von zu schnellen E-Bikes werden über die Kennzeichen der Räder ermittelt. Radsportamateure, die mit eigener Muskelkraft die Tempolimits überschreiten, werden mit Polizeimotorrädern ein- und überholt. Wer in Ronde in einer Tempo 30-Zone 10 km/h zu schnell fährt, der muss 53 € berappen. Nicht schlecht für eine Radtour mit Vollgas!