Kein Sicherheitszertifikat für Doel 1 und 2

Die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC verweigert Kraftwerksbetreiber Engie Electrabel weiterhin ein Sicherheitszertifikat für die beiden Reaktoren Doel 1 und 2 im gleichnamigen Kernkraftwerk bei Antwerpen. Seit einer ersten Ablehnung im November 2016 habe es zwar Fortschritte gegeben, so FANC, doch die Sicherung von einigen bestimmten Anlagen könne noch besser werden.

Im Oktober 2016 stellte die staatliche belgische Atomaufsichtsbehörde FANC bei einem Audit gravierende Nachlässigkeiten in den Schutzmaßnahmen zu Angaben zu den Sicherheitsbereichen von Kernreaktoren fest. Kraftwerksbetreiber Engie Electabel wurde damals eine Frist bis Ende Mai gewährt, um diese Mängel zu beheben.

Doch dies gelang dem Konzern bis dato nicht und deshalb verweigert die Atomaufsichtsbehörde bestimmte Sicherheitszertifikate. Diese Zertifikate betreffen in erster Linie die beiden Reaktoren 1 und 2 im Kernkraftwerk Doel bei Antwerpen. Den Reaktoren 3 und 4 sowie den Meilern von Tihange bei Huy in der Provinz Lüttich wurde hingegen eine weitere Betriebserlaubnis im Sicherheitsbereich erteilt.

Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr durch die noch nicht vollständig beseitigten Mängel, hieß es dazu von Seiten der FANC. Nach Angaben des Energiekonzerns Engie Electrabel ist der Vorgang ein Teil der Arbeiten zur Laufzeitverlängerung der betroffenen Kernreaktoren um weitere 10 Jahre und diese Arbeiten seien Teil eines Aktionsplanes, den die FANC bereits angenommen und dem sie auch zugestimmt habe.