US-Strafzölle auch auf Flachstahl aus Belgien

Die amerikanische Regierung belegt bestimmte Stahlprodukte aus Europa mit Strafzöllen. Die US-Behörden sind der Ansicht, dass einige Unternehmen ihre Produkte zu billig verkaufen und damit unlauteren Wettbewerb betreiben. In Belgien ist NMLK aus Clabecq im Süden von Wallonisch-Brabant davon betroffen. NMLK gehört einem russischen Stahlkonzern.

Die amerikanische Kommission für Außenhandel (ITC) ist der Ansicht, dass die Stahlindustrie in den Vereinigten Staaten durch die zu günstigen Preise für Grobblech und bestimmte Flachstahl-Produkte aus Europa benachteiligt wird. Deshalb werden Strafzölle für solche Produkte aus Ländern wie Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und auch aus Belgien erhoben.

Laut ITC liegen die Preise von einigen anvisierten Unternehmen aus der EU „unter einem ehrlichen Marktpreis“. Diese Strafzölle werden rückwirkend ab dem 14. November 2016 eingefordert.

Von der Maßnahme sind die beiden belgischen Standorte des weltgrößten Stahlkonzerns ArcelorMittal in Gent und Lüttich nicht betroffen, auch wenn diese ähnliche Erzeugnisse produzieren und auch in die USA exportieren. Wohl betroffen ist Flachstahl aus Clabecq in Wallonisch-Brabant (Foto oben). Hier betreibt der russische Stahlkonzern NMLK die ehemalige Duferco-Stahlfabrik.