Demonstration für eine gerechtere Gesellschaft

In Brüssel haben am Sonntag mehrere tausend Menschen an einer Demonstration der Sozialbewegung „Hart boven Hard“ („Herz über Härte“) teilgenommen. Die Demonstration war die dritte ihrer Art seit Amtsantritt der Mitte-Rechts-Regierung unter Premier Michel in Belgien.

Nach Polizeiangaben beteiligten sich rund 5.000 Menschen an dieser Demonstration. Die Demonstranten forderten einmal mehr eine solidarische Gesellschaft und zeigten sich deutlich unzufrieden mit der derzeitigen Regierungspolitik. Die Sozialbewegung „Hart boven Hard“ fordert von der Mitte-Rechts-Regierung, dass die an einer Arbeitszeitverringerung arbeitet, denn auffallend viele Arbeitnehmer in Belgien würden derzeit an Burn-out leiden.

Zudem fordert die Bewegung die Anhebung aller Mindestlöhne und Mindestbezüge, damit diese endlich über der Armutsgrenze liegen können. Dies steht sogar im Koalitionsabkommen der Regierung Michel, doch in Angriff genommen hat die Politik dies bisher nicht, bemängelten die Demonstranten.

Nicht zuletzt fordert die Bewegung deutlich mehr erneuerbare Energie bzw. erneuerbare Energiequellen. Dies würde zu mehr Arbeitsplätzen führen. „Hart boven Hard“-Sprecher Wouter Hillaert glaubt nicht mehr an die derzeitige Gesellschaftsordnung: „Wir wollen den Menschen mit all seinen Reichtümern nicht Opfer eines wirtschaftlichen Systems werden lassen, von dem deutlich wird, dass es nicht alle Herausforderungen meistern kann.“