Weniger LKW-Unfälle auf Belgiens Straßen

Die Zahl der Unfälle mit LKW auf Belgiens Straßen und Autobahnen ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Und auch die Zahl der Toten oder Verletzten bei solchen Unfällen nahm ab. Nach Angaben des Dachverbands des belgischen Transportsektors, Febetra, werfen Infokampagnen und Sicherheitskurse für Lastwagenfahrer endlich ihre Früchte ab.

2016 wurden auf den Straßen und Autobahnen in Belgien 2.055 Unfälle mit Lastwagen registriert. Das entspricht einem Rückgang im 100 Unglücke. Bereits seit 2015 sinken diese Zahlen, wenn auch nur leicht. Und trotzdem spricht der Transportunternehmer-Verband Febetra von einem Erfolg.

Verbandssprecherin Isabelle De Maegt sagte dazu, dass die Sensibilisierungskampagnen und die Sicherheitskurse für die Trucker ihre ersten Erfolge vorweisen. Inzwischen seien die Lastwagen auch sicherheitstechnisch besser ausgerüstet und damit könnten Unfälle auch besser vermieden werden.

Interessant dabei ist auch, dass gleichzeitig die Gesamtzahl der Unfälle gesunken ist. Das bedeutet, dass die Zahl der Verkehrsunfälle mit und ohne LKW-Beteiligung parallel sinkt. Im vergangenen Jahr waren an 5,2 % der gesamten Verkehrsunfälle mit Personenschaden in unserem Land Lastwagen beteiligt.

Auch die Zahl der Unfallopfer ging zurück, wenn auch nur leicht. 2016 wurden 2.736 Personen bei Unfällen (mit und ohne LKW) verletzt. Über die Zahl der Todesopfer liegen allerdings noch keine definitiven Zahlen vor.

Laufende Studie

Transportverband Febetra gab dem Belgischen Institut für Verkehrssicherheit (BIVV) im Jahr 2015 den Auftrag eine Studie zu den Ursachen schwerer Unfälle mit Lastwagen anzufertigen. Inzwischen steht die erste Phase dieser Studie, bei der entsprechende Erhebungen aus dem Ausland analysiert werden, vor dem Abschluss. In der zweiten Phase werden konkret in Belgien vorgekommene Unfälle durch den toten Winkel und Auffahrunfälle mit LKW unter die Lupe genommen. Wann diese umfassende Studie vorgelegt werden kann, ist allerdings noch unklar.