50 "Stinkerbusse" in der Antwerpener Umweltzone

Subunternehmer der regionalen flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn fahren nach wie vor mit älteren Bussen in die Antwerpener Innenstadt hinein. Trotz der Tatsache, dass der Schadstoffausstoß dieser Busse seht hoch ist, fahren sie in die Umweltzone der Scheldemetropole hinein. Und das kann auch noch lange so weitergehen.

Rund 50 alte und viel Schadstoff ausstoßende Busse von Subunternehmern von De Lijn fahren nach wie vor auf Linien, die in die Innenstadt von Antwerpen hineinreichen. Das dort vor einigen Monaten eine Umweltzone mit recht scharfen Auflagen eingerichtet wurde, scheint dabei nicht zu stören, wie die flämische Tageszeitung De Morgen dazu meldet. Busse mit geringem Schadstoffausstoß, die den zulässigen Werten der Umweltzone entsprechen, dürfen kostenlos dort umherfahren. Die anderen Fahrzeuge müssen entweder draußen bleiben oder die Betreiber dieser Fahrzeuge müssen Gebühren entrichten.

Doch offenbar ziehen es diese Busunternehmer vor, auf den kostenintensiven Ankauf von neuen und umweltfreundlichen Fahrzeugen zu verzichten. Der Grund liegt auf der Hand, ist einfach zu begründen und bietet gleichzeitig ein schönes Bild von Umweltzynismus. Die Stadt Antwerpen erhebt für einen Bus, der den zulässigen Schadstoffwerten der Umweltzone nicht entspricht, eine jährliche Gebühr von 1.380 €. Das sind für diese Unternehmen Peanuts im Vergleich zu den Preisen für neue Fahrzeuge.

Nicht minder zynisch geht die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn selbst mit diesem Thema um. Ihre eigenen alten Busse zog die Gesellschaft von den Linien in der Antwerpener Umweltzone ab und verbannte sie in die Dörfer und Randgebiete der Hafenstadt. Die bisher dort fahrenden neuen Busse dürfen kostenlos in Antwerpen rein. Proteste der Antwerpener Randgemeinden stießen sowohl bei der Stadtverwaltung, als auch bei De Lijn auf taube Ohren.